Kreuzbund: Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige. www.kreuzbund-trier.de
Der Kreuzbund (Bild: Familie beim Lesen)

Frauenarbeit im Kreuzbund DV Trier

 

In den letzten 20 Jahren haben die Bewegungsspielräume der Frauen im Bereich von Bildung, Be- rufswahl, Partner- und Familiengestaltung etc. erheblich zugenommen. Die Frauen versuchen, sich aus traditionellen Rollen zu lösen. Gleichzeitig werden sie aber auch immer stärker durch Doppel- belastung wie Berufstätigkeit und Familie, gesellschaftliche Verpflichtungen und Partnerbeziehung belastet.

Zunehmend mehr Frauen sind suchtmittelabhängig geworden. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es mittlerweile über 2,5 Millionen alkohol-, medikamenten- und drogenabhängige Frauen.

Somit wenden sich auch mehr Frauen als Betroffene (Alkoholikerinnen oder Medikamentenab- hängige) und Mitbetroffene (Co-Abhängige) an den Kreuzbund, wo sie Hilfe durch Selbsthilfe erhoffen und erfahren.

Die Veränderung der Frauenrolle in Gesellschaft und Kirche findet hier Berücksichtigung und die Förderung eines gesunden Selbstbewusstseins der Frauen wird angestrebt. Deshalb ist es wichtig, dass Frauen mit Frauen gemeinsam arbeiten. Frauen lernen, ihre eigene Situation erkennen, werden selbständiger und können ihren Lebensraum besser gestalten.

 

Als besonderes Angebote für Frauen – über die Gruppenarbeit in gemischten Gruppen hinaus – bietet der Kreuzbund Frauengesprächskreise und Frauenseminare an, welche die Frauen motivieren, ihr Frausein zu leben und in die Partnerschaft einzubringen. Sie werden sogar befähigt, Funktionen und Verantwortung im Verband zu übernehmen.

Die Frauen spüren, wie gut es gut, Unsicherheiten und Fragen zu Themen anzusprechen, die sie aus Angst oder Scham in der gemischten Gruppe nicht ansprechen können, besonders wenn sie blockiert sind wegen Gewalterfahrungen durch Männer. Diese „frauenspezifischen Themen“,

  • sei es die Sexualität als Mädchen und Frau,
  • die Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau als Tochter, Partnerin, Mutter, Freundin etc. mit all ihren Facetten sowie
  • die Rolle der Frau in Gesellschaft, Kirche und Kreuzbund

können in einer guten Atmosphäre in Frauengesprächskreisen, Frauengruppen und bei Frauen- seminaren besprochen werden. So fällt es Frauen später auch leichter, diese Themen mit dem Partner und/oder in der gemischten Gruppe zu besprechen.

 

Die Frauenarbeit im Kreuzbund zielt letztlich darauf ab,

  • das Frauen zu ihrer eigenen Identität finden,
  • sie ihr Körpergefühl und ihre Sexualität bejahen lernen und
  • sich von gesellschaftlicher und persönlicher Abhängigkeit befreien,

so dass ein zufrieden stellendes, partnerschaftliches Miteinander möglich ist und selbstverständlich wird. Somit verseht sich Frauenarbeit als zusätzliches, ergänzendes Angebot zur Stammgruppe.

Frauenarbeit fördert eine Zusammenarbeit mit selbstbewussten Frauen und Männern, deren Haupt- problem nicht darin besteht, dem einen oder anderen Geschlecht anzugehören, sondern die bereit sind, sich selbst und die Verhältnisse zu ändern, um ein gutes Zusammenleben möglich zu machen, welches sich auswirkt in Partnerschaft, Familie und Gesellschaft.

 

Lydia Kinzig, Frauenbeauftragte im Kreuzbund Diözesanverband Trier

 

Ansprechpartnerinnen vor Ort sind die Frauenbeauftragten der einzelnen Regionen:

Region Mosel                                      Anneliese Micheln

Region Rhein-Hunsrück-Nahe Ellen Steyer

Region Saar                                        Anni Gasper

Region Trier                                        Jutta Reinwald

Region Vordereifel                              Karin Meyer

Region Westeifel                                 Maria Peifer